Wenn wir uns unseren schmerzlichen Gefühlen offen und ehrlich stellen, können wir belastende Erlebnisse innerlich heilen und neue Lebensabschnitte friedlich, eigenverantwortlich und in Freude gestalten.

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Walter Kohl - Trailer

Walter Kohl – Newsletter Februar 2014

Königstein, im Februar 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde des Zentrums für eigene Lebensgestaltung,

ich freue mich, Ihnen den zweiten Newsletter für 2014 zusenden zu können. Zukünftig wird jeder Newsletter drei Teile beinhalten:

  • Einen kurzen Rückblick auf den letzten Monat
  • Das Thema des Monats: „Warum Judo und Versöhnung so viel gemeinsam haben“
  • Einen Ausblick auf die nächsten Aktivitäten

Rückblickend war der Höhepunkt dieses Monats aus meiner Sicht die Eröffnung des „Zentrum für eigene Lebensgestaltung“ am 7. Februar. Rund einhundert  Besucher kamen, teilweise mit Anreisewegen von mehreren hundert Kilometern.  Ich war völlig von dieser überwältigenden Resonanz überrascht. Es wurde ein toller Abend, mit vielen anregenden Gesprächen und einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich möchte mich auch im Namen meiner Familie und des Teams des Zentrums sehr, sehr herzlich für diesen unvergesslichen Abend bedanken, der uns zugleich viel Kraft und Freude geschenkt hat. Bitte beachten Sie dazu einige Fotos mit Impressionen im Anhang.

Weiterhin standen die letzten Wochen im Zeichen von vielen Vorbereitungen. Stand heute konnten insgesamt rund 70 Veranstaltungen bundesweit für 2014 vereinbart und organisiert werden.

Das Thema des Monats Februar 2014 erreichte mich auf fast wundersame Weise.  Herr Norbert Sczepanski, ein Arzt aus Köln, schrieb mir eine Mail mit folgender Geschichte:

Weisheit eines Judo Meisters – Unsere größte Schwäche kann unsere größte Stärke sein

So bei jenem Jungen, der im Alter von 10 Jahren beschloss, Judo zu lernen - obwohl er bei einem Verkehrsunfall seinen linken Arm verloren hatte. Der Junge nahm Judo-Unterricht bei einem Judo-Meister. Er lernte schnell, verstand aber nicht, warum ihm der Meister nach 3 Monaten nur einen einzigen Griff beigebracht hatte.

"Meister", sagte er, "sollte ich nicht mehr Griffe lernen?" Der Meister antwortete: "Das ist der einzige Griff, den du kennen musst". Der Junge verstand den Meister nicht, aber er trainierte diesen einen Griff weiter.

Monate später nahm der Junge das erste Mal an einem Turnier teil. Zu seinem Erstaunen gewann er die ersten beiden Kämpfe ohne große Mühe. Beim dritten Kampf hatte er etwas mehr Mühe, aber schließlich gewann er auch diesen mit seinem einzigen Griff, den er kannte.

Er hatte es bis in die Endrunde geschafft. Hier traf er auf einen Gegner, der sehr viel größer, stärker und erfahrener war als er. Zunächst schien es, als habe er keine Chance.  Der Schiedsrichter hatte sogar Angst, dass sich der Junge verletzen könnte und wollte den Kampf absagen. Der Meister aber beharrte darauf, dass der Junge weiterkämpfen sollte. Kurz nach Wiederaufnahme des Kampfes machte der Gegner einen Fehler, den der Junge nutzte, um seinen Griff anzubringen. Der Junge gewann das Turnier.

Auf dem Nachhauseweg gingen der Meister und der Junge nochmals alle Kämpfe durch und analysierten sie. Der Junge nahm all seinen Mut zusammen und fragte den Meister: "Meister, wie konnte ich das Turnier nur mit einem einzigen Griff gewinnen?" "Aus 2 Gründen" antwortete der Meister. "Erstens beherrscht du einen der schwierigsten Würfe des Judo meisterhaft.  Und zweitens besteht die einzige Verteidigung gegen diesen Griff darin, dass dein Gegner deinen linken Arm fassen kann".

Die größte Schwäche des Jungen war zugleich seine größte Stärke.

Als ich die Geschichte las, war ich tief berührt. Ohne es zu ahnen, hatte ich ein Beispiel für eine der Kernaussagen des Weges der Versöhnung erhalten. Diese Geschichte beschreibt die Quintessenz des dritten Schrittes, des Energiewandels. Dort werden aus alten Kraftfressern neue Kraftquellen. Dazu gehören eine Portion Mut, Vertrauen und vor allem der Wille zur Tat.

In der Geschichte zeigt der Junge diese drei Qualitäten in exemplarischer Weise. Er beweist mehrfach Mut. Trotz seiner Behinderung lässt er sich auf einen neuen Sport ein. Und er lässt sich im Turnier nicht beirren, er geht seinen Weg, auch wenn dies vermeintlich ein Risiko birgt. Er vertraut seinem Lehrer und überträgt dieses Vertrauen dann in Selbstvertrauen. Und schließlich ist da sein Wille zur Tat. Er geht nicht nur zum Training, sondern er lässt sich bewusst auf einen Wettkampf ein. Er will sich mit anderen messen und zieht sich nicht in die Ecke eines „ich bin ja behindert“ zurück.

Einige Tage später telefonierten Herr Sczepanski und ich ausführlich. Es war ein schönes und bereicherndes Gespräch und ich freute mich sehr, ihm auch auf diesem Wege meinen Dank für diese wunderbare Geschichte, die schon fast den Charakter eines Gleichnisses hat, ausdrücken zu können.    

Abschließend gestatten Sie mir noch einige abschließende Worte zum Ausblick:

Im letzten Newsletter Januar 2014 hatte sich ein kleiner Fehlerteufel eingeschlichen. Vielfach wurde ich darauf hingewiesen, dass für die Ankündigung des Seminars „Tag  der Versöhnung“ in Speyer das Datum fehlt. Hier noch einmal die vollständige Information:

Seminar „Tag der Versöhnung“  in Speyer,
Termin 22. März 2014, ca. 9 – 18 Uhr
Ort: Domhof, große Himmelsgasse 6, Speyer
Weitere Informationen und Anmeldungen bei
Frau Zellmann, Tel. 06232 – 318 5550, Mail: margarita_zellmann (at) web.de

Am 23. Januar sendete der WDR unter dem Titel „Menschen Hautnah – Walter Kohl“ eine Dokumentation von Stefan Lamby. Leider wurde diese Sendung nach 1 Woche aus der ARD Mediathek entfernt. Aufgrund der vielen Nachfragen steht die Sendung inzwischen in YouTube unter

http://www.youtube.com/watch?v=Xd8BdvTgOV4&feature=youtu.be&hd=1.

Vielleicht schauen Sie mal rein.

So, jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der Winter bald zu Ende geht. Vielleicht ja schon bis zum nächsten Newsletter Ende März…

Alles Gute für Sie und bis dann

Ihr

Walter Kohl

PS: Wenn Ihnen der Newsletter gefällt, würde ich mich sehr über eine Weiterleitung an Freunde und Bekannte freuen. 

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